zurück Unfairer Wettbewerb Facharztpraxen unverzichtbar

(18.10.2010) Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Prof. Eberhard Wille, bestätigt in einem Gutachten, dass von einer fachärztlichen Ãœberversorgung im ambulanten Bereich keine Rede sein kann und fordert faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber den Krankenhäusern ein.
„Es gibt keine doppelte Facharztschiene“, betont Dr. Franz Josef Heil vom Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).
„Im Gegenteil: Prof. Wille prognostiziert, dass der Bedarf an ambulanten fachärztlichen Leistungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten trotz des Bevölkerungsrückganges zunehmen wird. Abhängig von der Entwicklung der Bevölkerungszahlen werden laut Gutachten bis zum Jahr 2030 bis zu 12.5 Prozent mehr gastroenterologische Leistungen in niedergelassenen Praxen benötigt.“
Der renommierte Volkswirtschaftler und Regierungsberater macht deutlich, dass die Zukunft für eine effiziente und effektive flächendeckende fachärztliche Gesundheitsversorgung für unsere älter werdende Gesellschaft nicht im Krankenhaus sondern bei den niedergelassenen Ärzten zu finden ist. Diese wünschenswerte Entwicklung wird jedoch durch falsche ordnungspolitische Rahmenbedingungen erschwert.
Als Voraussetzungen für einen funktionsfähigen Wettbewerb fordert Prof. Wille für niedergelassene Fachärzte und Krankenhäuser gleiche Konditionen. Leistung muss gleich Leistung sein, mit denselben Qualitätskriterien. Neue Behandlungsmethoden müssen für alle offen stehen. Für veranlasste Leistungen wie z.B. Arzneimittel müssen die gleichen Preise gelten. Wir benötigen dieselben Regeln für die Vergütung, einschließlich der Finanzierung von Investitionen. Und wenn Regulierungen nötig erscheinen, wie z.B. bei Mindestmengen, Mengenbegrenzungen und Bedarfsplanung, dann dürfen zwischen Praxen und Krankenhäusern keine Unterschiede gemacht werden.
„Die Wettbewerbsnachteile für die Fachärzte sind nicht länger hinnehmbar“, so Dr. Heil. „Sie stehen in krassem Widerspruch zu einer kostengerechten und effizienten Entwicklung des Gesundheitswesens.“ Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.
Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung.
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