Aktuelles aus der Gastroenterologie

Familiärer Darmkrebs – besonders riskant

>Etwa ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen tritt mit familiärer Häufung auf. Das bedeutet, dass nahe Verwandte von Erkrankten ein erhöhtes Risiko haben, ebenfalls von dem Tumorleiden ereilt zu werden. Besonders betroffen sind Familien, in denen eine erbliche Form von Darmkrebs weitergegeben wird. Der Tumor entwickelt sich in diesen Fällen oft schon vor dem 50. Lebensjahr.

Helicobacter pylori

Helicobacter
Asthmaschutz oder Krebsrisiko?

(30.08.2011) Die Zahl der Bakterienarten, die das menschliche Verdauungssystem besiedeln ist
unüberschaubar groß. Ihr Einfluss auf die Gesundheit ist komplex. Klar erkannten Gefahren wie dem
erhöhten Risiko, bei Helicobacter-Besiedlung an Magenkrebs zu erkranken, sollte unter realistischer
Berücksichtigung möglicher Schutzeffekte dennoch konsequent begegnet werden.

Informationen aus der Gastroenterologie

Darmkrebsvorsorge
Erfolgsprogramm immer noch zu wenig genutzt (14.12.2010)
Seit acht Jahren gibt es in Deutschland ein Programm der Gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung von Darmkrebs durch eine Darmspiegelung. In dieser Zeit sind laut Hochrechnung von Prof. Dr. Hermann Brenner vom Ärztlichen Zentrum für Qualität im Gesundheitswesen rund 100.000 Krebsfälle verhindert worden.

Unfairer Wettbewerb Facharztpraxen unverzichtbar

(18.10.2010) Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Prof. Eberhard Wille, bestätigt in einem Gutachten, dass von einer fachärztlichen Ãœberversorgung im ambulanten Bereich keine Rede sein kann und fordert faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber den Krankenhäusern ein.
„Es gibt keine doppelte Facharztschiene“, betont Dr. Franz Josef Heil vom Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).