Ernährung bei Pankreatitis-Bauchspeicheldrüsenentzündung

Ernährungstherapie bei akuter bzw. chronischer Pankreatitis
( Bauchspeicheldrüsenentzündung )
Ernährungstherapie bei akuter Pankreatitis
Bei einer Pankreatitis sollte zur Behandlung eine Ruhigstellung des Organs erfolgen. Dies wird am besten durch Nahrungskarenz erreicht. Die Wiedereinführung der Nahrung erfolgt durch einen Stufenplan:

  • Stufe 1: Nahrungskarenz; keine orale Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr
  • Stufe 2: Kohlenhydrate; gesüßter Tee, Zwieback, Schleimsuppe
  • Stufe 3: fettarmes Protein; Magermilchprodukte, Weißbrot, Fleisch und Fisch (fettarm)
  • Stufe 4: Ballaststoffe; ballaststoffreiche Lebensmittel, Kartoffeln, Gemüse, größere Portionen
  • Stufe 5: Fettzulage in kleinen Portionen; Käse und Milch (fettarm), Ei, Fleisch und Fisch
  • Stufe 6: leichte Vollkost; Vollkornprodukte, keine Rohkost, keine blähenden Gemüse und Hülsenfrüchte; 6 – 8 kleine Mahlzeiten, die schonend zubereitet sein sollten: Garen und Dünsten, Braten mit wenig Fett

Nach dem Abklingen der Symptome wird in der Regel eine sogenannte leichte Vollkost verordnet. Das bedeutet, dass der Patient alles das essen kann, was er individuell verträgt. Möglichst verzichtet werden sollte möglichst auf Alkohol.
Ernährungstherapie bei chronischer Pankreatitis
Bei einer chronischen Pankreatitis sollte die Nahrung leicht verdaulich, reich an Kohlenhydraten und fettarm sein. Schwer verdauliche Speisen sind zu meiden.Häufig werden mehrere kleine Mahlzeiten besser vertragen als wenige voluminöse.
Wenn trotz Reduktion der Fettzufuhr Fettstühle auftreten, kann der Einsatz von Spezialfetten (Mittelkettige Fettsäuren, MCT) angezeigt sein. Auf eine ausreichende Versorgung mit fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) ist zu achten. Weiterhin wird eine lebenslange Alkoholkarenz gefordert.
Die Durchführung des Stufenplans bzw. der Ernährung bei chronischer Pankreatitis sollte stets mit einem Arzt oder evtl. einer Ernährungsfachkraft abgesprochen werden.