Untersuchungen

Ultraschall / Sonographie

Die Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) ist ein bildgebendes Verfahren. Verschiedene Körperregionen werden mit Hilfe von Ultraschallwellen dargestellt. Sie dient in vielen Bereichen zur Erstdiagnose von Erkrankungen.

Bei der Sonografie wird ein Schallkopf eingesetzt, der Ultraschallwellen aussendet. Diese werden im Körper des Patienten absorbiert oder reflektiert – je nach Gewebeart. Der Schallkopf empfängt die reflektierten Wellen wieder, dient also abwechselnd als Schallsender und -empfänger.
Die reflektierten Schallwellen werden in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt. Diese zweidimensionalen Bilder vermitteln eine räumliche Vorstellung von der Größe, Form und Struktur der untersuchten Organe sowie der Weichteilgewebe und Gefäße.
Die besonderen Verfahren der Doppler-Sonographie und Farb-Doppler-Sonografie liefern zusätzlich Informationen über die Strömungsrichtung, -geschwindigkeit und -stärke des Blutflusses in den Gefäßen.

Der Ultraschall wird zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen in vielen Bereichen eingesetzt. Beispiele sind:
Abdomen-Sonographie: Die Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes, bei der Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Gefäße dargestellt werden. Erkrankungen dieser Strukturen wie beispielsweise Tumore, Zysten oder Steine lassen sich so sichtbar machen.
Mit Hilfe der Abdomen-Sonografie können unten stehende Organe des Bauchraumes dargestellt werden. Größen- und Strukturveränderungen geben Hinweise auf bestimmte Erkrankungen, beispielsweise gut- oder bösartige Tumore oder Krebsmetastasen:

  • Gefäße wie z.B. die Bauchschlagader (Aorta) und die große Hohlvene (Vena cava),
  • Leber,
  • Gallenblase und Gallenwege,
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas),
  • Milz,
  • Nieren,
  • Harnblase,
  • Prostata,
  • Gebärmutter (Uterus),
  • Darm – mit Einschränkungen sind hier krankhafte Veränderungen sichtbar,
  • Lymphknoten – lassen sich besonders deutlich darstellen, wenn sie krankhaft vergrößert sind.

Sonographie der Schilddrüse
Hier werden Zysten, Tumore und Organvergrößerungen oder- verkleinerungen sichtbar gemacht;
Mit Hilfe der Schilddrüsen-Sonographie lässt sich die Größe der Schilddrüse bestimmen. Zusätzlich können Ärzte verschiedene krankhafte Veränderungen nachweisen, manchmal auch den Krankheitsverlauf kontrollieren. Dazu zählen unter anderem:

  • Struma (Kropf): Ein Struma ist eine Vergrößerung der gesamten Schilddrüse oder einzelner Teile dieses Organs. Es gibt verschiedene Ursachen für eine derartige Vergrößerung.
  • Zysten: Eine Zyste ist ein flüssigkeitsgefülltes Bläschen, das eine oder mehrere Kammern hat.
  • Knoten: Knoten in der Schilddrüse können gutartig (z.B. Adenome) oder bösartig sein (Schilddrüsenkarzinom).

Echokardiographie ist die Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Herzultraschall)


Untersuchung von Gefäßen
beispielsweise der Beine oder im Halsbereich, dient der Diagnose von Gefäßverengungen oder -verschlüssen
Wann wird eine Gefäß-Sonographie durchgeführt?
Die Doppler/Duplex-Sonographie ist heute eine Routinemethode in der Diagnostik von Gefäßerkrankungen.
Dieses Verfahren wird in folgenden Fällen eingesetzt:

  • Strömungsrichtung des Blutes;
  • Gefäßeinengungen: dies ist etwa wichtig zum Nachweis bzw. Ausschluss einer Verengung (Stenose) der hirnversorgenden Arterien oder der Beinarterien (pAVK);
  • Thrombosen;
  • Gefäßaussackungen (Aneurysmen);
  • Veränderungen der Gefäßwand, z.B. Verkalkungen;

Außerdem lässt sich der Erfolg von gefäßchirurgischen Eingriffen kontrollieren und der Verlauf beobachten. Beispiele sind Operationen von Halsschlagaderverengungen (Stenose der Arteria carotis) oder eine Nierentransplantation.
Die Doppler- bzw. Duplex-Sonographie wird aber auch in anderen Bereichen der Medizin eingesetzt:

  • Geburtshilfe: kindliche Herztöne lassen sich nachweisen.
  • Bei der Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Echokardiographie) kann man Herzklappenfehler sowie die Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen nachweisen.

KV- Genehmigung zur Ausführung folgenden Ultraschall Leistungen sind von der kassenärztlichen Vereinigung den Praxisinhabern erteilt worden :

(zuletzt erteilte KV genehmigung Okt. 2010)
  1. Abdomen und Retropertitoneum (einschließlich Nieren) bei Erwachsenen
  2. Abdominelle und retroperitonieale Gefäße sowie Mediastinum im Duplex Verfahren
  3. Bewegungsorgane (ohne Säuglingshüfte)
  4. Echokardiographie im B-/M-Mode-Verfahren bei Erwachsenen
  5. Extrakranielle hirnversorgende Gefäße im Duplex Verfahren
  6. Extremitätenversorgende und entsorgende Gefäße im Duplex Verfahren
  7. Farb-Duplex Echokardiographie bei Erwachsenen
  8. Gesichtsweichteile und Weichteile des Halses
  9. Schilddrüse
  10. Thoraxorgane
  11. Uro-Genitalorgane (ohne weibliche Genitalorgane)
  12. Venen der Extremitäten im B-Mode-Verfahren
  13. Doppler Echokardiographie bei Erwachsenen
  14. Extrakranielle Gefäße im Doppler Verfahren
  15. Extremitätenversorgende Gefäße im Doppler Verfahren

Diese Ultraschalluntersuchungen werden zur Zeit mit dem ALOKA (aloka.de) SSD 5000 CL Gerät Baujahr 2001 und den entsprechend notwendigen Ultraschallköpfen durchgeführt.

Darmkrebsvorsorge

In Deutschland erkranken jährlich circa 69.000 Menschen an Dickdarmkrebs. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen. Damit stellt Darmkrebs die zweithäufigste Form aller Krebserkrankungen bei Frauen und bei Männern dar.

Dickdarmkrebs oder ein “kolorektales Karzinom” wächst typischerweise eher langsam. Oft dauert es Jahre bis die ersten Beschwerden auftreten. Dazu gehören plötzliche Verstopfung, Bauchkrämpfe, wiederkehrender Durchfall oder Blutabgänge. Bei solchen Beschwerden sollte immer ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Denn grundsätzlich gilt: je früher Darmkrebs erkannt und therapiert wird, desto höher ist die Heilungswahrscheinlichkeit.

Ein früh entdeckter Tumor, der noch keine anderen Organe befallen hat, ist mit einer großen Chance heilbar. Durch die gezielte Früherkennung und die Abtragung von Polypen Vorstufen von Dickdarmkrebs – kann Darmkrebs heute oft verhindert werden.

Daher besitzt die Vorsorgeuntersuchung in Form einer Darmspiegelung (Koloskopie) einen besonders wichtigen Stellenwert in der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Dickdarmkrebs.

Endoskopie

Bei der Endoskopie handelt es sich um eine Untersuchungsmethode die eine Beobachtung des Körperinneren ermöglicht. Die heute in der Humanmedizin verwendeten Videoendoskope bestehen im Wesentlichen aus einer Lichtquelle, einem Lichtleiter und einem CCD Chip zur Bildaufnahme. Die so erzeugten digitalen Bilder aus dem Inneren des Körpers werden auf einen Monitor zur direkten Beobachtung übertragen und können problemlos digital gespeichert werden. Ohne die Endoskopie wäre die moderne Medizin undenkbar. Neben den klassischen Untersuchungen in der Inneren Medizin mit der Magen- und der Darmspiegelung sowie der Spiegelung der Atemwege werden Endoskope in nahezu allen medizinischen Fachdisziplinen, so insbesondere in der Chirurgie; der Urologie und der HNO-Heilkunde eingesetzt. Durch die technologische Entwicklungen werden die verwendete Untersuchungsinstrumente immer kleiner, dünner, flexibler und werden mit einer immer besseren Bildqualität ausgestattet. Gleichzeitig sind durch sogenannte Arbeitskanäle Eingriffe an den inneren Organen zur Erkennung und direkten Behandlung von Krankheiten möglich.


Wichtiger Hinweis für alle Patienten, die eine Sedierung / Kurznarkose bei einer endoskopischen Untersuchung wünschen :
Wer für eine endoskopische Untersuchung in unserer Praxis eine Sedierung (Schlafmittelspritze) erhalten hat gilt:
Nach einer solchen Behandlung dürfen Sie selbst kein Fahrzeug führen oder selbständig am Straßenverkehr teilnehmen!
Bitte organisieren Sie Ihre Heimfahrt so, dass Sie entweder öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder von Angehörigen oder Freunden abgeholt werden können.


Magenspiegelung / Gastroskopie

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine bildgebendes Verfahren, bei dem sich Speiseröhre, Magen und oberer Teil des Zwölffingerdarms von innen betrachten lassen. Es wird ein spezieller Schlauch (Gastroskop) eingeführt. Die Untersuchung wird auch als Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) bezeichnet. Der Vorteil ist, dass sich das Verfahren sowohl für diagnostische als auch therapeutische Zwecke eignet.
Die Untersuchung erfolgt mit einem sogenannten Gastroskop, einer speziellen Form des Endoskops. Es besteht aus einer sehr beweglichen Glasfaseroptik, die mit Kunststoff ummantelt ist . Häufig besitzt es eine Spül- und Absaugvorrichtung, einen Arbeitskanal, durch den die Instrumente (z.B. Miniaturzangen) eingeführt werden, sowie ein Videosystem zur Licht- und Bildübertragung auf einen Monitor.
Sie sind von außen sehr gut steuerbar und leicht in die Speiseröhre, den Magen und Zwölffingerdarm einzuführen. Mit den Instrumenten lassen sich kleine Gewebeproben entnehmen (Biopsie) oder therapeutische Maßnahmen durchführen.
Die Entnahme von Gewebeproben ist – wie die gesamte Gastroskopie – nicht schmerzhaft. Die Magenspiegelung dauert im Regelfall nur wenige Minuten.
Wann ist eine Magenspiegelung notwendig?
Bei folgenden Beschwerden ist eine Gastroskopie sinnvoll:

  • Wiederkehrende Magenschmerzen,
  • unklare Schluckstörungen,
  • wiederkehrendes Sodbrennen,
  • länger anhaltende Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen,
  • unklarer Gewichtsverlust,
  • Bluterbrechen,
  • schwarz gefärbter Stuhlgang,
  • Blutarmut (Anämie);

Außerdem wird die Gastroskopie zur Therapiekontrolle (z.B. bei Magengeschwüren), bei Blutungen aus dem Magenbereich oder zur Kontrolle nach Magenoperationen angewendet.
Mit der Gastroskopie lasen sich auch spezielle Behandlungen durchführen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Endoskopische Blutstillung,
  • Abtragung von Polypen (Geschwülste der Schleimhaut) im Magen und Zwölffingerdarm,
  • Behandlung von Einengungen, z.B. in der Speiseröhre,
  • Entfernung verschluckter Fremdkörper;

Was ist im Vorfeld einer Magenspiegelung zu beachten?
Der Magen lässt sich nur genau beurteilen, wenn er frei von Speiseresten ist. Deshalb sollte der Patient mindestens sechs Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen oder trinken.
Sollte eine Beruhigungsspritze gewünscht oder empfohlen werden, darf der Patient bis zu 24 Stunden nach der Untersuchung nicht selbstständig Kraftfahrzeuge fahren oder Maschinen bedienen.
Bei Bedarf oder auf Wunsch wird der Rachen vor der Untersuchung durch ein Spray örtlich betäubt, damit kein übermäßiger Brechreiz entsteht. Patienten können auch ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament einnehmen.
Der Patient liegt auf der linken Seite. Der Arzt führt das Gastroskop über den Mund in die Speiseröhre ein und schiebt es weiter in den Magen und Zwölffingerdarm. Manche Patienten empfinden das Einführen als unangenehm, es verursacht aber keine Schmerzen.
Durch das Einblasen von Luft entfaltet sich der Magen und der Arzt kann ihn besser einsehen.
Je nach Krankheitsbild kann der Arzt nun Gewebeproben entnehmen oder therapeutische Eingriffe vornehmen.
Mögliche Komplikationen
Endoskopische Untersuchungen werden weltweit seit vielen Jahren sicher durchgeführt. Trotzdem kann es in sehr seltenen Fällen zu Komplikationen kommen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Verletzungen bzw. Durchstoßung (Perforation) der Verdauungstraktwand;
  • Stärkere oder verlängerte Blutungen nach Gewebeentnahme oder Abtragung von Polypen;
  • Störungen der Atemfunktion und des Herz-Kreislaufsystems bei Patienten, die ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament bekommen haben. Die heutigen Endoskopie-Einrichtungen sind mit den nötigen Gegenmitteln und Notfalleinrichtungen ausgestattet;
  • Gebissschäden, vor allem bei lockeren Zähnen;

Wichtiger Hinweis für alle Patienten, die eine Sedierung / Kurznarkose bei einer endoskopischen Untersuchung wünschen :
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Darmspiegelung /(Ileo-)Koloskopie

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist eine Untersuchung des Dickdarms (Kolon) mit einem Spezialendoskop. Dieses sogenannte Koloskop ist ein flexibler Schlauch mit einer Optik (Lichtquelle und Kamera), der über den After in den Darm geschoben wird. Der Arzt kann damit das Innere des Dickdarms betrachten, bei Bedarf Gewebeproben entnehmen (Biopsie) oder kleinere operative Eingriffe durchführen.
Wie funktioniert sie?
Das Koloskop ist ein biegsames Endoskop – ein Gerät mit einer kleine Kamera, die am Ende eines Schlauchs angebracht ist. Der Schlauch hat etwa die Dicke eines kleinen Fingers (10 bis 15 Millimeter) und eine Länge von in der Regel 130 cm. Das Koloskop enthält ein Stablinsensystem zur Vergrößerung, eine Lichtquelle und meist eine Spül- und Absaugvorrichtung. So kann der Arzt den Darm von innen betrachten. Außerdem besitzt es Arbeitskanäle, durch die chirurgische Instrumente für die Entnahme von Gewebeproben oder kleinere operative Eingriffe eingeführt werden können. Oft ist das optische System des Koloskops über eine Kamera mit einem Monitor verbunden.

Wann ist eine Koloskopie notwendig?
Eine Koloskopie dient der Diagnostik verschiedener Krankheiten. Sie wird angewendet bei:

  • Blutungen im Darm;
  • Positivem Hämoccult-Test: Mit diesem Test sind geringe Mengen nicht sichtbaren Blutes im Stuhl nachweisbar;
  • Änderung der Stuhlgewohnheiten wie anhaltender Durchfall (Diarrhoe) oder Verstopfung;
  • Anhaltenden Schmerzen im Bauchbereich;
  • zur Früherkennung von Darmkrebs im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (vor allem, wenn es in der Familie bereits Fälle von Darmkrebs gab);
  • Im Rahmen der Nachsorge nach Entfernung von Darmpolypen sowie nach einer Darmkrebserkrankung;

Erkrankungen, die sich durch die Koloskopie aufdecken lassen, sind:

  • Darmkrebs
  • Dickdarmpolypen (sie gelten als Vorstufe zu Darmkrebs)
  • Divertikulose (Divertikel = Ausstülpungen der Darmwand) oder Divertikulitis (entzündete Divertikel)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Akute Entzündungen und Durchblutungsstörungen der Darmwand
  • Anomalien an den Blutgefäßen des Darms

Während der Koloskopie kann der Arzt auch Gewebeproben entnehmen (Biopsie). In einem Labor werden diese untersucht, um eine genaue Diagnose zu erhalten.
Zusätzlich kann der Arzt während der Koloskopie therapeutische Maßnahmen durchführen. Er kann beispielsweise Darmpolypen entfernen (Polypektomie) oder Darmtumore mittels Lasertherapie verkleinern.

Seit Oktober 2002 ist die Darmspiegelung ab dem 56. Lebensjahr (also nach dem 55. Geburtstag) Teil der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür.
http://www.felix-burda-stiftung.de/darmkrebs


Was ist im Vorfeld zu beachten?
Damit der Arzt das Darminnere während der Untersuchung auch gut sehen kann, muss der Darm im Vorfeld gut gereinigt und von Speise- und Stuhlresten befreit werden. Dazu erhalten Sie ein Abführmittel, das Sie am Tag vor der Untersuchung einnehmen sollen. Anschließend müssen Sie sehr viel trinken.
Am Morgen der Untersuchung dürfen Sie nichts essen, müssen also nüchtern bleiben. Durch weiteres Trinken einer großen Menge mineralhaltiger Spüllösung wird der Darm so lange gereinigt, bis er nur noch klare Flüssigkeit ausscheidet.
Über den genauen Ablauf der Vorbereitung zur Koloskopie werden Sie einer qualifizierten Mitarbeiterin und einem Arzt (in der Regel von dem Arzt der auch die Untersuchung durchführen wird) rechtzeitig informiert (Koloskopievorgespräch). Sie werden Ihnen auch sagen, was und wie viel Sie am Vortag essen dürfen. Falls Sie bestimmte Medikamente einnehmen, gilt es ebenfalls einiges zu beachten. Die Spülbehandlung kann beispielsweise die Wirkung oraler Verhütungsmittel beinträchtigen. Die Anweisungen bekommen Sie auch schriftlich, damit Sie nichts vergessen. Je genauer Sie sich daran halten, desto verlässlicher sind die Ergebnisse der Untersuchung.
Bei Patienten mit einer akuten Entzündung der Darmwand-Ausstülpungen (akute Divertikulitis) besteht die Gefahr, dass das Koloskop bei der Untersuchung die Darmwand durchstößt (Perforation). In diesem Fall wird der Arzt möglicherweise in der akuten Situation auf eine Koloskopie verzichten und Ihnen eine andere Form der Diagnostik z.B. Labor / Sonographie / Computertomographie (CT) anbieten..

Wie läuft die Darmspiegelung ab?
Bei der Untersuchung schiebt der Arzt das Koloskop vorsichtig über den After in den Mastdarm und von dort aus weiter in den Dickdarm vor. Durch das Einblasen von Luft entfaltet sich der Dickdarm und ist so für den Arzt besser einsehbar. Dank der Biegsamkeit des Endoskops kann der Arzt den Windungen des Dickdarms gut folgen und das Koloskop bis zur Mündung des Dünndarms in den Dickdarm schieben. Falls notwendig wird er auch versuchen, das Koloskop ein kurzes Stück (etwa zehn Zentimeter) in den Dünndarm hineinzuschieben.
Die gesamte Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Sie bereitet normalerweise kaum Schmerzen, wird aber oftmals als unangenehm empfunden. Auf Wunsch erhalten Sie im Vorfeld ein beruhigendes und schläfrig machendes (sedierendes) Medikament.

Mögliche Komplikationen
Falls Sie ein sedierendes Mittel eingenommen haben, dürfen Sie für den Rest des Tages nicht Auto fahren. Lassen Sie sich von jemanden nach der Untersuchung abholen und ruhen Sie sich aus. Sedierende Mittel können außerdem bei Menschen mit Herz- und Lungenerkrankungen die Funktion dieser Organe verschlechtern. So werden daher während der gesamten Untersuchung Atmung, Herz und Kreislauf engmaschig überwacht. Eventuell ist in der Praxis noch eine etwas längere Nachbeobachtung nötig.
In sehr seltenen Fällen kann es bei der Dickdarmspiegelung zur Durchstoßung der Darmwand (Perforation) kommen.
Nachblutungen sind möglich, vor allem nach dem Abtragen von gutartigen Geschwulsten der Darmschleimhaut (Darmpolypen). Der untersuchende Arzt wird mit Ihnen immer vor dem verlassen unserer Praxisräumlichkeiten nochmals ein Gespräch führen und Ihnen soweit möglich das Untersuchungsergebnis mündlich und evtl. auch schriftlich (für Ihren Hausarzt) mitteilen und Sie auf mögliche noch zu erwartende Komplikationen hinweisen.


Wichtiger Hinweis für alle Patienten, die eine Sedierung / Kurznarkose bei einer endoskopischen Untersuchung wünschen :
Wer für eine endoskopische Untersuchung in unserer Praxis eine Sedierung (Schlafmittelspritze) erhalten hat gilt:
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Mastdarm-/Analkanalspiegelung
(Proktoskopie/Rektoskopie)

Die Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) ist eine Untersuchung des Mastdarms (Rektum). Dies ist der etwa 12 bis 15 Zentimeter lange Abschnitt des Enddarms, der nach innen auf den etwa 2,5 bis 4 Zentimeter langen Analkanal folgt. Wird nur der Analkanal untersucht, spricht man von einer Proktoskopie.
Soll nur der Mastdarm allein (und nicht auch der restliche Darm) untersucht werden, kommt in der Regel ein Rektoskop zum Einsatz – ein starres, etwa 20 bis 30 Zentimeter langes Metallrohr mit einem Durchmesser von ungefähr 2 Zentimetern. Manchmal werden auch flexible Endoskope benutzt. Das Rektoskop besitzt eine Vorrichtung zur Beleuchtung und zum Einbringen von Luft, um den Darm zur besseren Beurteilung etwas aufdehnen zu können.
Soll nur der Analkanal untersucht werden, wird das Proktoskop eingesetzt. Das Instrument ist starr, etwa 8 bis 15 Zentimeter lang und besteht aus Metall oder Kunststoff.
Bei beiden Untersuchungen können Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt werden.

Wann wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Rektoskopie bzw. Proktoskopie ist beispielsweise in folgenden Fällen erforderlich:

  • Zur Früherkennung von Mastdarmkrebs bei der Vorsorgeuntersuchung;
  • Bei Blutungen im Bereich des Anus oder bei Blutauflagerungen im Stuhl;
  • Bei anhaltenden Beschwerden beim Stuhlgang;
  • Zur Diagnostik weiterer Erkrankungen des Analkanals und Mastdarmes, z.B. Entzündungen, Engstellen, Divertikel (Ausstülpungen des Darms), Rektal-Fisteln (neugebildete Verbindungsgänge vom Mastdarm zu anderen Organen oder durch die Haut nach außen), Polypen oder Hämorrhoiden;
  • Bei weiblichem Genitalkrebs zum Ausschluss einer Tumorausdehnung;

Oft muss bei diesen Fragestellungen eine Spiegelung des gesamten Dickdarms (Koloskopie) durchgeführt werden.

Was ist im Vorfeld zu beachten?
Etwa eine halbe bis eine Stunde vor der Untersuchung wird der Enddarm mit einem Einlauf (Klistier, Klysma) gereinigt.
Bevor das Rekto- bzw. Proktoskop eingeführt wird, begutachtet der Arzt den Darmausgang (After) und tastet den Analkanal vorsichtig mit einem Finger aus. Größere Hämorrhoiden oder Einengungen sind so gut erkennbar.

Wie läuft eine Rektoskopie ab?
Die Rektoskopie in unserer Praxis in der sog. Linksseitenlage mit angezogenen Beinen durchgeführt.
Das Rekto- bzw. Proktoskop wird mit einem Gleitmittel eingerieben und vorsichtig in den Analkanal bzw. Mastdarm eingeführt. Unter Umständen wird etwas Luft in den Darm eingeblasen, damit er sich entfaltet und gut einsehbar ist.
Falls nötig, können Gewebeproben entnommen (Biopsie), Polypen mit einer Schlinge abgetragen oder Hämorrhoiden behandelt werden.

Mögliche Komplikationen
Vor allem nach der Abtragung von Polypen, Entnahme von Gewebeproben oder Behandlung von Hämorrhoiden kann es gelegentlich zu Nachblutungen kommen. Nach einer Hämorrhoidentherapie können auch ein Druckgefühl, Gefühlsstörungen oder Schmerzen auftreten. Meist ist dies nur am Tag der Behandlung der Fall und dauert selten länger an.
Sehr selten können folgende Komplikationen auftreten:

  • Verletzungen der Darmwand bis hin zu einem Durchbruch (Perforation);
  • Infektionen
H2 - Atemteste

Bei den klinisch häufigen Symptomkomplexen, welche zu den Verdachtsdiagnosen »irritabler Darm«, chronische Diarrhö oder Malabsorption führen, kann man mit dem H2-Atemtest differentialdiagnostisch eingrenzen und dem Patienten teilweise belastende und zudem kostenintensive weiterführende Diagnostik ersparen.
Nachdem sich in den letzten Jahren die Messung von H2 (Wasserstoffgas) in der Ausatmungsluft elektrochemisch statt gaschromatographisch etabliert hat, sind die Meßgeräte portabel einsetzbar, einfach und patientenfreundlich in der Anwendung.

Grundlagen
Wasserstoffgas (H2) entsteht im menschlichen Organismus ausschließlich im Gastrointestinaltrakt durch bakterielle Zersetzung von Kohlenhydraten. Zu etwa 10-20% wird das gebildete H2-Gas via Darmwand, Blutstrom und Lunge in der Ausatmungsluft freigesetzt, wobei zwischen H2-Bildung und Ausatmung nur etwa 4-8 Minuten verstreichen .

Zur H2-Freisetzung beim Abbau kohlenhydrathaltiger Substrate sind physiologischerweise überwiegend
Kolonbakterien befähigt, wobei die typische ortsständige Dickdarmflora zu 99% aus Anaerobiern besteht;wesentliches Stoffwechselmerkmal dieser Bakterienpopulation ist die Fermentation, d.h. energieliefernde Oxidation organischer Substanzen, obligates Stoffwechselprodukt ist H2, daneben werden C02 und Methan freigesetzt.
Die Abatmung von H2-Gas ist nicht linear zur H2-Abspaltung, bzw. nicht linear zu einer etwaigen Kohlenhydratmalassimilation; nach neueren Befunden könnte bei den 2-5% der Bevölkerung, welche keine H2-Abatmung aufweisen, nicht nur eine spezielle Bakterienflora ursächlich sein, sondern eine besonders effektive H2-Verwertung in Form verstärkter Methan- und Sulfatproduktion.
Für den klinischen Einsatz von H2-Atemtests bedeutsam ist die Differenzierung von 3 Situationen, unter denen H2 im menschlichen Organismus aus Kohlenhydrathaltigen Substraten gebildet werden kann:

  1. Malabsorbierte Kohlenhydrate gelangen ins Kolon (z.B. Laktose bei fehlender Spaltung/-Resorption im Dünndarm aufgrund Laktasemangels);
  2. jegliche Kohlenhydrate treffen aufgrund einer bakteriellen Fehlbesiedlung bereits im proximalen

Gastrointestinaltrakt auf H2-bildende Bakterien (z.B. auch Fermentierung von Glukosemolekülen, konkurrierend zur normalen Dünndarmresorption);

  1. (physiologischerweise) unresorbierbare Kohlenhydrate erreichen bei ihrer Magendarmpassage das Kolon (z.B. Laktulose als nicht-spaltbares Disaccharid, aber auch z.B. Trisaccharide in Bohnen, für welche im menschlichen Organismus in der Dünndarmmukosa keine Trisaccharidasen existieren).

Laktasemangel
Eine der Domänen für die Anwendung des H2-Atemtests ist die Erfassung einer Laktosemalabsorption, d.h. eines relativen Mangels des in der Dünndarmmukosa vorhandenen Laktose- (Disaccharid aus Glukose-Galaktose) spaltenden Enzyms Laktase.
Gelegentlich wird der Begriff Laktoseintoleranz benutzt, wenn eine nachgewiesene Laktosemalabsorption auch mit Beschwerden einher geht (Meteorismus, Flatulenz, im ausgeprägtesten Fall Diarrhö).
Verglichen mit bioptisch ermittelten Enzymwerten (Laktaseaktivität in der Dünndarmmukosa) wurden Sensitivität und Spezifität von je 100% für den H2-Atemtest ermittelt; der orale Laktosetoleranztest (mit Glukosebestimmung im Serum) zeigte nur eine Sensitivität von 76% und eine Spezifität von 96% .
Ursache einer Laktosemalabsorption ist selten im Kindesalter eine Alaktasie, d. h. ein vollständiges Fehlen der Laktase (Symptome bei der ersten Milchfütterung).
Außerhalb des Säuglingsalters ist beim pathologischen Laktosetoleranztest eine ätiologische Differenzierung erforderlich.
Eine erniedrigte Laktaseaktivität tritt bei etwa 10-15% der erwachsenen Europäer auf, sie ist genetisch bedingt und manifestiert sich zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr – dementsprechend wird Milch im Säuglings- und Kindesalter problemlos toleriert.
Außerhalb Europas ist diese Form des genetisch bedingten Laktasemangels mit Milchunverträglichkeit ab dem Jugendalter die Regel, in manchen Regionen der Erde bei bis zu 100% der Bevölkerung, analog der bei den meisten Säugetierarten nach Abschluß der Säugeperiode sistierenden Laktaseaktivität .

Die derzeit gebräuchlichste Modifikation besteht in der H2-Messung nach Belastung mit 50 g Laktose, wobei ein Anstieg des H2-Wertes um >20 ppm als pathologisch gilt.

Malassimilation anderer Disaccharicle/Monosaecharide (Fruktose- oder Sorbitmalabsorption)
Auch ein relativer Mangel an anderen Disaccharidasen kann auf methodisch gleiche Weise wie ein Laktasemangel mit dem H2-Atemtest erfaßt werden-. z.B. ein Saccharasemangel durch H2-Messung nach oraler Applikation von 50 g Saccharose, oder – bei der sog. Kaugummidiarrhö -durch H2-Messung nach oraler Gabe von 10 g Sorbit.

Als pathologisch (d. h. Zeichen einer diesbezüglichen Intoleranz) gilt in der Regel ein Anstieg des H2-Exhalationswertes um >20 ppm, verglichen mit dem Ausgangswert vor der jeweiligen Kohlenhydratbelastung.
Insgesamt ist die klinische Bedeutung bei den hier genannten Tests deutlich geringer als bei der Erfassung einer (primären oder sekundären) Laktoseintoleranz.

Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
Die häufiger diskutierte Fehl- oder Überbesiedlung des Dünndarms ist einer exakten Diagnostik schwer zugänglich, auch die früher als Goldstandard der Diagnostik angesehene Keimzählung eines steril mit Sonde gewonnenen Jejunalsekrets erscheint wegen einer oft diskontinuierlich lokalisierten Bakterienflora unsicher.
Da die klinischen Auswirkungen einer bakteriellen Fehl- oder Überbesiedlung vielfältig sein können, erscheint gleichwohl eine methodisch einfache, den Patienten wenig belästigende (keine Sondierung), nicht radioaktive Meßmethode bedeutsam.
Derzeit gilt der Glukose-H2-Atemtest als etablierteste Methode.
Zur am besten geeigneten Glukosemenge bei Verwendung des H2-Atemtests existieren unterschiedliche
Modifikationen von zumeist 50 g bis 80 g, wobei zumeist ein Anstieg des H2-
Exhalationswertes von >20 ppm, verglichen mit dem Ausgangswert, als pathologisch gilt.

pH-Metrie

Langzeit-Säuremessung
(24 Stunden pH-Metrie)

Nach durchgeführter Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des oberen Zwölffingerdarms (Ösophagogastroduodenoskopie) kann bei entsprechender Symptomatik und Klinik sowie bestimmten Fragestellungen eine pH-Metrie der Speiseröhre (Ösophagus) wichtige Hinweise auf einen krankhaften Säurereflux (Zurückfließen von Säure aus den Magen in die Speiseröhre bzw. auch in den Rachen) geben.

Die Langzeit pH-Metrie ist ein modernes Untersuchungsverfahren des medizinischen Fachgebietes Magen-Darm-Heilkunde (Gastroenterologie). Bei Anwendung in der Speiseröhre (Ösophagus) erlaubt diese Untersuchungsmethode den direkten und mengenmäßigen Nachweis von saurem Reflux . Im Magen angewandt, kann mit der Langzeit-pH-Metrie die Säurebildung im Magen erfasst werden. So ist direkt die natürliche oder eine krankhaft verminderte oder gesteigerte Säurebildung mengenmäßig nachweisbar.

Durchführung der Untersuchung

Bei der Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus wird ein sehr dünner Plastik-Schlauch (Katheter) mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Millimeter durch ein Nasenloch eingeführt und bis in die Speiseröhre vorgeschoben. Bei der Langzeit-pH-Metrie des Magens wird der gleiche Katheter bis in den Magen gelegt. Liegt die Messspitze an der richtigen Stelle in Speiseröhre oder Magen, wird der Messkatheter mit einem Klebestreifen an der Nase befestigt.

Er bleibt für 24 Stunden in der Speiseröhre liegen und ist dabei mit einem tragbaren Computer (Aufnahmegerät) verbunden. Dieses kleine Gerät, das zum Beispiel am Gürtel getragen wird, speichert die Informationen des Sensors (Messdaten) über den gesamten Messzeitraum.

Die Langzeit-pH-Metrie von Ösophagus und Magen wird ambulant durchgeführt. Während der gesamten Messzeit bleibt der Patient unverändert mobil und kann alltägliche Tätigkeiten wie Essen, Trinken, Spazierengehen und anderes weitgehend problemlos durchführen.

Alle Patienten bekommen ein Dokumentations-Protokoll mit, in dem sie ihre Beschwerden (zum Beispiel wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Schmerzen hinter dem Brustbein), besondere Tätigkeiten oder Medikamenten-Einnahme genau und mit Uhrzeit aufzeichnen sollen. Zum Beispiel sollte festgehalten werden, wann etwas gegessen und getrunken wurde, wann keine Schmerzen vorhanden waren, Zeiten der Ruhe oder des Schlafes, Aufwach- und Aufstehzeiten oder die Einnahme von Medikamenten. Wenn Patienten bestimmte Situationen kennen, in denen ihre Beschwerden auftreten oder sich verstärken (Kaffeegenus, Stress), sollten diese Auslöser während der Messzeit wirklichkeitsnah wiederholt werden.

Zum Ende der Messzeit bringen die Patienten den Messkatheter, das kleine Aufzeichnungsgerät und ihr Tagebuch in ihre Praxis oder ihr Krankenhaus zurück.
Nach Überspielen der gespeicherten Informationen werden dann mit Computerhilfe die gespeicherten Daten ausgewertet, wobei auch die persönlichen Angaben der Patienten
einbezogen werden.

Je nach Untersuchungsanlass sollte die Einnahme von Medikamenten, die die Bildung, Freisetzung oder Neutralisierung von Magensäure beeinflussen, generell (sofern nicht anders angegeben) mindestens 48 Stunden, Protonenpumpeninhibitoren mindestens 72 Stunden vor der Untersuchung, beendet werden. Eine Ausnahme sind Untersuchungen zur Verbesserung einer säure-unterdrückenden Therapie – hierbei werden die nicht optimal wirkenden Medikamente natürlich wie bislang weiter eingenommen. In ärztlicher Absprache sollten auch alle Medikamente spätestens 48 Stunden, besser schon 72 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden, die die Muskelbeweglichkeit (Motilität) von Speiseröhre, Magen oder Darm beeinflussen (z. B. Prokinetika wie Metoclopramid, Kalzium-Antagonisten, Beta-Blocker, Nitrate, Anticholinergika, Neuroleptika oder Antidepressiva). Dies entspricht dem Vorgehen bei der Durchzugsmanometrie der Speiseröhre.

Anwendungsbereiche

24-h-pH-Metrie des Ösophagus

  • bei Verdacht auf eine chronische Refluxkrankheit ohne Schäden der Speiseröhrensschleimhaut (Refluxösophagitis), also Sodbrennen ohne irgendwelche Auffälligkeiten bei der Speiseröhren-Spiegelung (Ösophagus-Endoskopie)
  • zur Kontrolle der Behandlungs-Ergebnisse bei chronischer, durch die bisherige Behandlung kaum gebesserter, säurebedingter Speiseröhren-Entzündung (therapierefraktäre Refluxösophagitis)
  • bei Refluxösophagitis vor einer geplanten Anti-Reflux-Operation
  • bei anhaltenden, säurebedingten Beschwerden nach einer Anti-Reflux-OP
  • bei Schmerzen im Brustkorb-Bereich, die nicht vom Herzen ausgehen
  • bei Erkrankungen von Kehlkopf, Rachen, Mundhöhle, Zähnen, Mittelohr, Nasennebenhöhlen, Luftröhre oder Bronchien, bei denen keine der typischen Ursachen gefunden werden und ein chronischer Reflux als mögliche Ursache in Frage kommt (häufige Beispiele: Asthma, Kehlkopf-Entzündung oder immer wiederkehrender oder chronischer Heiserkeit)

24-h-pH-Metrie des Magens

  • bei Verdacht auf eine krankhaft gesteigerte oder verminderte Säurebildung im Magen (gastrale Hyper- oder Hypoazidität)
  • als Kontroll-Untersuchung, wenn die Behandlung einer Refluxösophagitis oder von Geschwüren von Magen oder Zwölffingerdarm ohne den erhofften Erfolg bleibt (therapierefraktäre Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni)

Hinweis: Damit die ph-Metrie von der Krankenkasse bezahlt wird, darf sie nur von Fach-Internisten mit Schwerpunkt Gastroenterologie oder Ärzten mit entsprechendem Versorgungsschwerpunkt durchgeführt werden.

Leberpunktion/ - biopsie

Bei einer Leberbiopsie wird eine kleine Gewebeprobe aus der Leber entnommen. Sie wird vor allem bei chronischen Lebererkrankungen eingesetzt. Das entnommene Lebergewebe wird in einem Labor genau feingeweblich untersucht.
Eine Biopsie sichert die Diagnose, steht also nie am Anfang einer diagnostischen Kette.
Zur Diagnose und Verlaufskontrolle folgender Lebererkrankungen kann eine Leberbiopsie erforderlich sein:

  • Bestimmung des Stadiums und der Aktivität einer chronischen Hepatitis;
  • Nachweis von Ursache und Ausmaß einer Fettleber;
  • Abschätzen der Therapiewirkungen, etwa bei einer Hämochromatose (Eisenstoffwechselstörung mit erhöhter Eisenablagerung – unter anderem in der Leber) oder bei Morbus Wilson (Störung des Kupferstoffwechsels).
  • Bei einer Behandlung mit Immunsuppressiva, z.B. bei einer Autoimmunhepatitis.
  • Zur Unterscheidung, ob in der Leber nachgewiesene Knoten gutartig oder bösartig sind.

Was ist im Vorfeld zu beachten?
Sie sollten nüchtern zu der Untersuchung erscheinen, das Sie dürfen einige Stunden zuvor weder etwas essen noch trinken.
Vor der Leberbiopsie wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um bestimmte Erkrankungen auszuschließen. Bei Menschen mit Gerinnungsstörungen ist Zurückhaltung bei der Leberbiopsie geboten. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass Sie etwa zehn Tage vor der Untersuchung keine Medikamente einnehmen, welche die Zusammenlagerung von Blutplättchen hemmen z.B. ASS, Clopidrogel, Marcumar.

Wie wird eine Leberbiopsie durchgeführt?
Der Patient liegt zur Entnahme der Leberprobe auf dem Rücken, die rechte Hand unter dem Kopf.
Mittels Ultraschall wird die Einstichstelle (Punktionsstelle) festgelegt. Nach der Desinfektion der Haut an dieser Stelle wird ein Mittel zur örtlichen Betäubung eingespritzt. Dann schiebt der Arzt eine dünne Hohlnadel zwischen zwei Rippen durch die Haut und die Zwischenrippenmuskulatur in die Leber vor (Punktion). Der Patient soll dabei nach maximaler Ausatmung die Luft anhalten. Durch den Sog, den eine auf die Hohlnadel aufgesetzte Spritze erzeugt, wird ein kleines Gewebestück aus der Leber entnommen. Die Hohlnadel wird sofort wieder aus der Leber zurückgezogen. Die Punktion dauert also höchstens eine Sekunde.
Die Gewebeprobe wird anschließend in ein spezielles Gefäß gegeben und in einem Labor untersucht. Bei manchen Fragestellungen wird das Lebergewebe unter Ultraschallkontrolle gezielt entnommen.
Bei Bedarf kann für die Zeit der Untersuchung auch ein Schmerz- oder Beruhigungsmittel verabreicht werden.
Nach der Gewebeentnahme wird ein Druckverband angelegt. Sie sollten nach einer Leberbiopsie etwa noch vier Stunden in der Praxis überwacht werden. Legen Sie sich anfangs auf die rechte Seite, unter die Punktionsstelle wird ein kleiner Sandsack gelegt. Dadurch wird Druck erzeugt, der eine Blutung verhindert.

Mögliche Komplikationen
Sehr selten können unter anderem folgende Komplikationen auftreten:

  • Blutungen und Blutergüsse,
  • Bauchfellentzündung (Peritonitis),
  • Infektionen,
  • Verletzung von Haut, Weichteilen, Nerven oder benachbarten Organen,
  • Überempfindlichkeitsreaktion auf das örtliche Betäubungsmittel,
  • Herz-Kreislaufstörungen bei der Gabe von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln
EKG / Elektrokardiogramm

Bei jedem Herzschlag entsteht im Herzen ein schwacher Strom mit einer Spannung von etwa 1/1000 Volt. Bei der Elektrokardiografie (EKG) werden diese elektrischen Aktivitäten des Herzens abgeleitet und in Form von Kurven aufgezeichnet. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Elektrokardiografie bedeutet soviel wie “Herzstromkurve” oder “Herzschrift”.
Wie funktioniert ein EKG?
Im Herzen befindet sich ein spezielles Reizbildungs und Reizleitungssystem, in dem die elektrische Erregung entsteht und sich ausbreitet. Sie bewirkt, dass sich das Herz kontrahiert und Blut durch den Körperkreislauf pumpt.
Die Erregung entsteht im Sinusknoten, einem bestimmten Bereich im rechten Vorhof des Herzens. Der Sinusknoten wird auch als “Schrittmacher” bezeichnet, weil er das Herz mit einer bestimmten Frequenz antreibt. Vom Sinusknoten gelangen die elektrischen Impulse über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Muskelzellen.
Diese elektrischen Impulse werden mit Hilfe von Metallplättchen (Elektroden) abgeleitet. Sie werden auf den Armen, Beinen und dem Brustkorb angebracht. Ein EKG-Gerät verstärkt diese Impulse und stellt sie entweder als EKG-Kurve auf einem Bildschirm dar oder druckt sie auf einem Papierstreifen aus.

Belastungs-EKG / Ergometrie

Bei einem Belastungs-EKG wird das Elektrokardiogramm unter körperlicher Aktivität geschrieben. Bei jedem Schlag entsteht im Herzen ein schwacher Strom mit einer Spannung von ca. 1/1000 Volt. Ein Elektrokardiogramm zeichnet diese elektrischen Herzaktionen auf und gibt sie als Kurven wieder.

Wie funktioniert ein Belastungs-EKG?
Das Belastungs-EKG wird nach dem gleichen Prinzip wie ein Ruhe-EKG erstellt. Der Untschied ist nur, dass der Patient während der Messung körperlich aktiv ist. Eingesetzt wird ein stationäres Fahrrad (Ergometer) oder Laufband. Die Arbeitsleistung wird in Watt gemessen. Die unterschiedlichen Belastungsphasen lassen sich am Fahrrad programmieren.
Dabei entsprechen:

Watt Aktivität
25 bis 50 Watt = normales bis zügiges Gehen
75 bis 100 Watt = Treppensteigen, langsames Radfahren, Schwimmen
125 bis 150 Watt = Joggen, schnelles Radfahren
> 150 Watt = extremere sportliche Aktivitäten

Wozu dient das Belastungs-EKG?
Beim Belastungs-EKG werden die Arbeitsleistung und mögliche Veränderungen der Herz- und Kreislauffunktion gemessen (Ergometrie). Folgende Krankheiten lassen sich diagnostizieren und beurteilen:

  • Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit, KHK);
  • Bluthochdruck unter körperlicher Belastung (Belastungshypertonie);
  • Herzrhythmusstörungen unter körperlicher Belastung;
  • Medikamentöse Therapie bei KHK und Bluthochdruck;
  • Belastbarkeit nach Herzinfarkt und Herzoperationen;
Ultraschall des Herzens / Echokardiographie

Die Echokardiografie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Mediziner sprechen auch von Herzultraschall oder Herzecho. Heute ist die Echokardiografie Routine in der Diagnose von Herzerkrankungen. Die Herzaktivität lässt sich von außen über die Vorderseite des Brustkorbs über einen Schallkopf bestimmen.

Bei der Echokardiografie sendet ein Schallkopf Schallwellen aus. Das Herzgewebe und der Blutfluss im Herzen verändern diese und der Schallkopf empfängt sie wieder. Mit Hilfe eines Verstärkers werden die Schallwellen bearbeitet und auf einem Bildschirm dargestellt. Dafür gibt es verschiedene Methoden:

Methode Beschreibung
B-Bild-Methode Man erhält eine zweidimensionale Darstellung der Herzstrukturen, zum Beispiel der Herzwände. Die reflektierten Schallwellen werden als Punkte auf dem Bildschirm dargestellt. Je stärker die reflektierte Schallwelle ist, umso heller erscheinen sie.>
M-Methode Eine eindimensionale Ultraschall-Untersuchung, bei der schnelle Bewegungsabläufe (z.B. Herzklappen-Bewegungen) im Bezug zur Zeit dargestellt werden.
Doppler-Verfahren Der Schallkopf sendet Ultraschallwellen von konstanter Frequenz aus. Trifft das Schallwellenbündel auf eine sich bewegende Fläche – in diesem Fall auf ein Blutkörperchen – wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz (Doppler-Effekt) reflektiert.
Man kann dies als Töne hörbar machen und so Informationen über die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses erhalten.
Duplex-Sonographie
(Farb-Doppler)
Eine Kombination aus B-Bild-Methode, Doppler-Verfahren und Farbkodierung. Die Duplex-Sonografie ermöglicht die gleichzeitige Untersuchung von Herzstrukturen und Blutstrom. Durch die Farbkodierung wird die Richtung des Blutstroms in Bezug auf den Schallkopf sichtbar gemacht.
In der Regel wird der Fluss zum Schallkopf hin in roter Farbe und vom Schallkopf weg blau kodiert. Dieses Verfahren ist für die Beurteilung der Herzklappenfunktion wichtig.

Mit Hilfe der Herzsonografie erhält der Arzt Aufschluss über:

  • Struktur von Herzwänden und -klappen sowie deren Bewegungsabläufe,
  • Wanddicke von Herzvorhöfen und -kammern,
  • Größe von Herzbinnenräumen und des gesamten Herzens,
  • Auswurfleistung des Herzens – sie wird als Herz-Minuten-Volumen bestimmt.

Folgende Erkrankungen lassen sich diagnostizieren bzw. in ihrem Verlauf dokumentieren (Verlaufskontrolle):

  • Herzklappen-Erkrankungen;
  • Blutgerinnsel in einem der Herzbinnenräume (Herzthromben); sie können beispielsweise durch Herzrhythmusstörungen entstehen;
  • Beurteilung der Funktion künstlicher Herzklappen;
  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien);
  • Fehlbildungen (Ausstülpungen = Aneurysma) der Hauptschlagader (Aorta) oder der Herzwand;
  • Perikarderguss: Eine Flüssigkeitsansammlung (Erguss) im Herzbeutel, der das Herz umschließt
Laboruntersuchungen / Labordiagnostik

Bei der Diagnose spielt die Labordiagnostik eine entscheidende Rolle. Körperflüssigkeiten, Stuhl- oder Gewebeproben werden dabei im ärztlichen Labor untersucht. Schon aus einem Tropfen Blut oder ein wenig Urin erschließen labordiagnostische Tests Ihnen und Ihrem Arzt das Innere Ihres Körpers. Die moderne Labordiagnostik zeigt Ihnen, ob Sie gesund sind oder ob bereits Veränderungen vorliegen, die auf eine Krankheit hindeuten könnten. Sie hilft Störungen im Körperhaushalt zu erkennen, bevor diese Ihr Leben beeinträchtigen.
Als Mitglied der Osnabrücker Laborgemeinschaft haben wir einen schnellen Zugriff auf die Labordiagnostik.
Bei einer speziellen Labordiagnostik stehen uns unterschiedliche Laborpraxen – unter anderen das Labor Enzenauer & Kollegen in Osnabrück oslab.de mit Rat und Tat zur Seite.